Mein persönliches Saisonfazit

Servus
Die Bundesligasaison 2016/2017 ist Geschichte. Bayern München wird zum 27. mal Deutscher Fußballmeister und sichert sich die fünfte Schale in Folge, was wahrscheinlich ewiger Rekord bedeutet. Die Hinrunde lief größtenteils unspektakulär und kompliziert ab, Carlo Ancelotti suchte das passende Spielsystem, auch an die deutsche Sprache musste er sich gewöhnen und trotzdem fuhr man Woche für Woche 3 Punkte ein. Zum Jahresende hin mischte der Aufsteiger RB Leipzig die Tabelle auf und grüßte von der Tabellenspitze, schließlich kam es 3 Tage vor Heiligabend zum Kräftemessen zwischen Bayern München und RB Leipzig in der Allianz Arena, was der Rekordmeister mit 3:0 für sich entschied. Der 1. Schritt zur 27. Meisterschaft war gemacht. Es folgte der Rückrundenauftakt in Freiburg. Durch ein spätes Tor von Robert Lewandowski drehte man die Partie im Breisgau.

Die Weichen waren gestellt. 2 Monate später hatte man sich ein Polster gegenüber Leipzig verschafft, was sich schließlich am Ende auszahlte, als man am 31. Spieltag in Wolfsburg den Titel perfekt machte. Die Bundesliga ist der ehrlichste und wichtigste Titel über die ganze Saison. Im Monat März hatte unser Team den Leistungshöhepunkt erreicht, man bezwang 2 mal Arsenal London im Champions League Achtelfinale mit 5:1! Es folgte die Auslosung, wir bekamen daraufhin Real Madrid zugelost. Mein Gefühl sagte, „die packen wir dieses Jahr“, weil wir uns wie zuvor erwähnt, auf dem Höhepunkt des Leistungsniveau befanden. Das Hinspiel verloren wir 1:2 durch unglückliche Situationen wie der verschossene Elfmeter von Arturo Vidal oder auch die gelb-rote Karte an Javi Martínez. Es folgte eine Woche später das Rückspiel im Santiago Bernabeu. Ich glaubte zu diesem Zeitpunkt nicht mehr an ein weiterkommen. Ich traute meinen Augen nicht, als es 2:1 für unsere Bayern nach 90 Spielminuten steht. Jeder kämpfte für jeden, einige Spieler liefen auf dem Zahnfleisch, schließlich retteten wir uns in die Verlängerung. Ein Wermutstropfen war die gelb rote Karte an Arturo Vidal, diese große Einwirkung auf den weiteren Spielverlauf haben sollte. Von „Verrat, Schiebung“war die Rede. Schließlich machte Cristiano Ronaldo den Unterschied aus, mit 5 Treffern in beiden Spielen besiegelte er das Aus im Viertelfinale. Trotz großen Kampf und Leidenschaft verloren. Die Mannschaft hat alles gegeben. Der Traum vom erneuten Champions League Finale auf der Insel nach 2013 war somit ausgeträumt. Aus Fehlern lernen? Geld schießt doch Tore, siehe Cristiano Ronaldo! Der Traum vom nächsten Champions League Finale lebt weiter, vielleicht mit Spielern wie Alexis Sanchez oder James Rodriguez.

Auch das Ausscheiden im DFB Pokal war eher unnötig. Vielleicht sollte es so sein, es wäre ja langweilig wenn Bayern national Jahr für Jahr Meister und Pokalsieger wird. Man sollte aus den Niederlagen (vor allem in der UEFA Champions League), der vergangenen 4 Jahre lernen und auch neue Reizpunkte innerhalb der Mannschaft setzen, „Granaten verpflichten“ wie Uli Hoeneß sagte, aber auch Spieler aus den eigenen Reihen heranführen um auch in Zukunft national als auch international wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Identität Spieler aus München und den Umland heranzuziehen, sollte man dabei nicht aus den Augen verlieren, schließlich investiert man ja in das neue Leistungszentrum!

Rot weiße Grüße , immer weiter….
Ronny K.
03.06.2017